LEM u11 2017

2017-09-16
Gardelegen
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LEM U11 am 16.09.2017 in Gardelegen

2017 lem u11 01Am Samstag machten sich 8 Kinder mit Eltern auf den langen Weg in den Norden Sachsen-Anhalts, um bei den Landesmeisterschaften der U11 unseren Verein zu vertreten. Dass es an diesem Tag für jeden ordentlich zu tun geben wird auf der Matte, konnte man schon früh an der großen Zahl von Konkurrenten erkennen. Knapp 140 Judoka machten diesen Wettkampf zu einem würdigen Landesfinale und sorgten für reichlich Spannung bis in den Nachmittag hinein.

Den Anfang für unseren SV machte Finn Rothe in der Gk bis 25,3kg. Sichtlich nervös begann er seinen ersten Kampf gegen einen Kämpfer, der immer einen Tick früher Techniken ansetzte als Finn, was schnell zu einer Führung mit Waza-ari führte. Finn stellte sich zunehmend besser auf die Kampftaktik seines Gegners ein und übernahm die Kampfführung, was dann auch verdient zum Ausgleich führte. Mehrfach hatte er den Gegner schon förmlich auf der Hüfte, verlor aber immer wieder den Griff bei der Wurfbewegung. Die Nervosität wollte nicht verschwinden. So gab er eine Festhalte auf, weil er das Osae-komi des Kampfrichters für Mate hielt. Dem Gegner gelang zum Ende noch glücklich eine Wertung, womit Finn seinen ersten Kampf trotz optischer Überlegenheit leider verlor. Im 2. Duell fehlte noch immer die letzte Konsequenz beim Angriff. Trotzdem gelang ihm gegen einen gleichwertigen Gegner mit O-Soto-Gari eine Wertung, die er souverän verteidigte und zu Recht gewann. Im 3. Kampf drehte Finn dann endlich auf, griff variabel an, kam zum Wurf und beendete das Duell vorzeitig mit Festhalte. Im letzten Kampf zeigte Finn dann sein techn. Potential, recht ansatzlos schickte er seinen Gegner mit einem schönen O-Uchi-Gari auf Ippon von der Matte. Belohnt wurde diese tolle Leistungssteigerung mit dem verdienten Landesmeistertitel.

Finn Heinemann trat als nächstes an und ließ seinen 3 Gegnern in der Gk bis 28,3kg nicht den Hauch einer Chance. Er gewann alle Kämpfe vorzeitig mit Ippon. Die Kombination aus Aggressivität beim Anreißen und variabler Technik führte zu sehenswerten Würfen, die souveräner nicht hätten umgesetzt werden können. Der Landesmeistertitel dafür war mehr als verdient und sicher nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu noch kommenden Erfolgen.

Annkathrin Soukal und Marie Malzahn kämpften dann in derselben Gewichtsklasse bis 29,8kg. Marie ließ Ihren Poolgegnerinnen keine Chance und siegte zweimal mit O-Goshi und folgender Festhalte vorzeitig. Annkathrin trat in Ihrem erst zweiten Wettkampf beherzt auf und konnte den ersten Kampf gegen eine körperlich überlegene Gegnerin mit einer schönen Hüfttechnik auf links und anschließender Festhalte für sich entscheiden. Im 2. Kampf wurde ihr offensives Angreifen leider nicht belohnt, sie verlor durch einen Konter einer schon erfahreneren Kämpferin. Im Halbfinale trafen so unsere Sportlerinnen aufeinander, und Marie setzte sich souverän durch. Damit blieb für Annkathrin ein 3. Platz, der angesichts Ihrer kurzen „Judokarriere“ und dem beherzten Auftreten ein hoffnungsvoller Anfang ist, verdient war er auf jeden Fall.

Marie traf im Finale auf ihre Dauerrivalin vom JC, was in der Vergangenheit immer zu engen Kämpfen führte. Ihrer Gegnerin reichte leider ein kurzes Zögern um einen Hüftwurf auf Waza-Ari durchzubringen. Aus der folgenden Festhalte konnte sich Marie leider nicht mehr befreien und schloss die LEM so mit einem hochverdienten 2. Platz ab. Wer Marie aber kennt, der weiß auch, dass solche Momente sie nur noch mehr anspornen.

Auch Carlo Müller und Fabian Ebert trafen in einer Gewichtsklasse, bis 32,1kg, aufeinander. Fabian ging offensiv in seinen ersten Poolkampf, lief seinem Gegner allerdings ein ums andere Mal hinterher, was dieser zu einem vorentscheidenden Hüftwurf nutzte. Mit einem vorzeitigen Sieg nach gut vorbereitetem Wurf im zweiten Kampf zog er aber trotzdem ins Halbfinale. Carlo hatte bei seinen beiden Poolgegnern die Herausforderung, deren Größenvorteilen etwas entgegenzusetzen. Nach eher defensivem Beginn kam er mit seinem ersten Kontrahenten immer besser zurecht und konnte für eine schöne Hüfttechnik eine Wertung erringen. Diese brachte er souverän über die Zeit zum Sieg. Der zweite Kampf gestaltete sich viel enger, seine guten Techniken konnte er nicht durchbringen. Mit Ablauf der Kampfzeit stand leider ein 0:1 gegen ihn, die denkbar knappste Entscheidung.

Auch hier kam es zu einem vereinsinternen Halbfinale, in dem sich beide nichts schenkten. Carlo gelang gegen Ende der Kampfzeit ein Wurfansatz, den er gleich in eine Festhalte weiterführte und so gewann. Fabian schied somit aus, was ihn angesichts des lange ausgeglichenen Halbfinals sicher etwas wurmte. Am Ende überwog dann hoffentlich doch die Freude über einen 3. Platz, der gegen ein starkes Teilnehmerfeld erkämpft wurde. In seinem Finale wirkte Carlo leider etwas gehemmt. Er wollte nichts zulassen, kam aber dadurch selbst nicht in vorteilhafte Position. Sein Gegner kam dann auch mit einem O-Goshi zum Wurf, was für Carlo letztlich Platz 2 bedeutete. Sein technisches Können und Kampfübersicht brachten ihn bis ins Finale, und bei seiner guten Trainingsmoral wird er sicher auch zukünftig ganz vorne mitkämpfen.

Carl Zottmann hatte bei seiner Wettkampfpremiere gleich starke Konkurrenz (-37,7kg) auf der Matte. Etwas überrascht von der Aggressivität seines ersten Gegners gelang es ihm nicht, selbst Initiative zu ergreifen. Er hielt trotzdem sehr gut dagegen und geriet erst kurz vor Schluss nach einem Wurf in Festhalte, aus der er sich aber mit sehr guter Technik befreien konnte. Und dann war da plötzlich nochmals die Chance, den Kampf in letzter Sekunde sprichwörtlich zu drehen. Er rollte aus der Festhalte des Gegners direkt in Oberlage durch, konnte dessen Schulter allerdings nicht schnell genug am Boden fixieren, so dass das Schlusssignal einem Osae-komi zuvor kam. Sein zweiter Gegner setzte ihn dann immer wieder unter Druck, er verdrehte sich dann unglücklich das Knie und fand nach kurzer Unterbrechung nicht mehr in den Kampf zurück. Aus der folgenden Festhalte konnte er sich nicht mehr befreien und verlor so auch Kampf 2. So blieb es für ihn letztlich nur beim ersten „Schnupperns“ von Wettkampfatmosphäre und Platz 5, mit weiterem Techniktraining kann man aber sicher zukünftig auch von Carl einiges erwarten.

Am Nachmittag stieg dann auch Lennart Sattler in seinen Wettkampf in der Gk bis 39,9kg ein. Seinen ersten Gegner dominierte er, kam zu 2 Wertungen, schaffte allerdings keine vorzeitige Entscheidung und verbrauchte so mehr Kraft über die volle Kampfzeit als nötig. Sein 2. Gegner setzte ihn gehörig unter Druck, nutzte einen schlecht vorbereiteten O-Soto-Gari von Lenni für einen Konter und ging in Führung. Im Boden konnte Lenni zunächst durch konsequentes Beinklammern eine Festhalte verhindern. Kurz vor Schluss schwanden dann aber die Kräfte, sein Gegner kam zur Festhalte und siegte. Im Halbfinale traf Lenni auf den Sieger aus Pool 1, der mit deutlichem Größenvorteil in den Kampf ging. Etwas zu siegesgewiss setzte dieser wiederholt schlecht vorbereitete O-Soto-Garis an. Einen davon nutzte Lenni für einen Konter und siegte verdient vorzeitig mit Ippon. Den allerletzten Kampf des Tages bestritt er dann im Finale gegen den bereits bekannten Gegner aus der Vorrunde, der seine weiteren Duelle bisher alle souverän vorzeitig gewann. Lenni war also vorgewarnt und kämpfte entsprechend defensiv. Es entwickelte sich ein enger Kampf, in dem keiner eine Wertung erzielen konnte. Kurz vor Ende ließ sich sein Kontrahent dann zu einem Übergreifer hinreißen, der ihm zwangsläufig einen Shido einbrachte. Diesen kleinen Vorteil verteidigte Lenni die restlichen Sekunden und konnte sich so eine halbe Stunde später bei der Siegerehrung glücklich den Landesmeistertitel abholen.

Allen Kämpfern kann man zu ihren Leistungen bei so einem großen Teilnehmerfeld nur gratulieren! Wenn man bedenkt, dass die meisten von ihnen jüngere Jahrgänge U11 sind, kann man schon jetzt zuversichtlich auf die LEM U11 im nächsten Jahr schauen. Herzlichen Dank auch an die mitgereisten Eltern, die überall mithalfen, anfeuerten und kaum trösten mussten.

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